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Document-Engineering

XML/XSL Datenbank Programmierung FOP Xalan PDFlib PDF-Ergebnis Web Engineering Document Engineering

Technischer Aspekt

Document Engineering ist eine Technik, die

die selben Texte und Daten
unter Verwendung von Stylesheets und Layoutvorlagen
alternativ oder parallel in unterschiedlichen Zielsystemen wie z.B. PDF, Browser oder Drucker ausgeben kann.

Um dies realisieren zu können, dürfen Texte, Daten und Layout nicht in den Tiefen eines Programmes verborgen liegen. Document Engineering fordert Transparenz und basiert auf einer Trennung der Bestandteile einer Applikation:

Texte und Daten (Datenmodell),
Steuerung durch ein Rahmenprogramm,
Präsentationsschicht (Layout).

Diese Trennung hält eine Applikation übersichtlich und erlaubt die separate Pflege ihrer Bestand­teile durch

Nutzer,
Programmierer,
Layouter.

Nutzer können die Texte und Daten einpflegen, Programmierer die technischen Voraussetzungen schaffen und Layouter die Corporate Identity des Unternehmens wahren.

Inhaltlicher Aspekt

Die darzustellenden Texte und Informationen sind im Rahmen des Document Engineerings auf ihren Gebrauchswert und ihre Kontextbezogenheit für eine angestrebte Zielgruppe hin zu analysieren, aufzubereiten und anzuordnen. Da dies der Verantwortung des Auftraggebers unterliegt, findet dieser Aspekt des Document Engineerings hier keine weitere Erörterung.

Technische Komponeten

Aus technischer Sicht bedeutet Document Engineering

zentrale Datenhaltung in Datenbanken und/oder XML-Formaten,
Applikationssteuerung über ein Rahmen­pro­gramm mit einer Programmiersprache wie PHP, Java und C/C++, im einfachsten Fall auch über ein schlichtes Shell-Script,
Bereitstellung von Dialogmöglichkeiten zur Pflege der Texte und Daten durch Nutzer,
Hinzuziehung von Stylesheets oder vergleich­baren Techniken zur Layoutierung,
Nutzung unterstützender Tools wie PDFlib, FOP oder Xalan,
Ausgabe des Dokuments in einem Zielsystem oder parallel in mehreren Zielsystemen.

Dabei erzwingt die XML-Technologie den Idealzustand der Trennung von Datenbestand, Programm und Layout durch ihre spezifische Struktur. Die PDFlib tut dies nicht. Hier bleibt es in der Verantwortung des Programmierers, die Trennung durch vernünftige Gestaltung des Programms logisch abzubilden.

Praxis

Geht es z.B. um die Erstellung eines Manuals, so bieten es sich an, dieses über zwei Zielsysteme parallel ausgeben zu lassen, hier gedrucktes Buch und dort interaktives Medium mit Sprungverweisen (Hyperrefs).

Für letzteres bietet sich traditionell die Browsertechnik mit HTML/XHTML an. Allerdings gewinnt das PDF-Format als universelles Zielsystem immer mehr an Bedeutung, denn es eignet sich gleichermaßen für die Druckvorstufe wie auch über integrierte Hyperrefs zur Interaktion. In dieser Variante findet es auch im Internet immer weitere Verbreitung. Als Format für Geschäftsdokumente wie Rechnungen ist es ohnehin nicht mehr wegzudenken.

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